Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, Jürgen Roters, zum 14. Kölner Krippenweg

Ochse und Esel, die Hirten, die drei Weisen, der Verkündigungsengel, Maria und Joseph und natürlich das Christkind – das alles macht die klassische Krippe aus, wie sie jedes Jahr an Weihnachten unter zahllosen Tannenbäumen nicht nur in deutschen Wohnzimmern zu finden ist. Für Kinder erzählen die kleinen Figuren auf plastische Art und Weise die Weihnachtsgeschichte nach und ermöglichen damit einen viel spannenderen Einblick in unsere Weihnachtskultur als so manche Schulstunde das könnte. Für Erwachsene gehören sie an den Feiertagen einfach zur Tradition und zur weihnachtlichen Gemütlichkeit dazu. Kurz – ein Weihnachten ohne Krippe ist für viele Menschen nach wie vor einfach undenkbar.
Umso mehr freut es mich, dass wir in Köln einen Krippenweg haben, der zwischen dem 23. November 2009 und dem 6. Januar 2010 mit rund 100 Stationen zum weihnachtlichenBild in Köln beiträgt. Denn längst nicht allen dieser Krippen sind versteckte Standorte in den Kölner Kirchen zugewiesen. Vielmehr sind es oftmals Plätze in unserer Stadt, die nicht nur von Kölnerinnen und Kölnern sondern auch von den vielen Köln-Besuchern stark frequentiert sind. Ich denke da zum Beispiel an die Krippe auf dem Weihnachtsmarkt am Dom oder im Kölner Hauptbahnhof, die ein Stückchen Weihnachtsatmosphäre in den Alltag unserer Stadt bringen.
Darüber hinaus trägt der Kölner Krippenweg mit Krippen aus verschiedenen historischen Epochen, mit zeitgenössischen Künstlerkrippen und volkstümlichen Weihnachtsdarstellungen aus vielen Ländern auch in der Weihnachtszeit zur Vielfalt des kulturellenAngebots in Köln bei. So ist die Erstellung von Krippenkunst bereits seit dem Mittelalter ein besonderes Handwerk, das vom Krippembauer meist mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail ausgeübt wird und sich trotz - oder vielleicht gerade deswegen - des besonderen saisonalen Bezugs keinesfalls hinter anderem Kunsthandwerk verstecken muss.
Übrigens hat die Krippe für Köln auch nich eine ganz andere Bedeutung, stellt sie doch eine Verankerung und direkte Verbindung zu Kölns Partnerstadt Bethlehem dar. Aus all diesen Gründen habe ich gerne die Schirmherrschaft über den 14. Kölner Krippenweg übernommen und hoffe, dass diese weihnachtliche Ausstellung vielen Menschen in unserer Stadt Freude und für uns alle die Weihnachtszeit noch schöner macht.



Jürgen Roters
Oberbürgermeister der Stadt Köln

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